Susanne Bredehöft

Eine Auswahl meiner Kritiken

Quelle

erschienen in: "Kölner Rundschau"

Ans Metaphysische eines „Quelle“- Kataloges aber rührte Susanne Bredehöft in ihrem grandiosen Solo nach der Weise von Aznavours „Du lässt dich gehen„ wenn sie sich (fiktiv) durch den Katalog wühlt auf der Suche nach dem Leben, das sie auf den Seiten vermutet und nicht findet. Ganz große Tragik, wundervoll.


Verfasser: H.D. Terschüren - Februar 2010



To All Tomorrow´s Parties

erschienen in: "Bonn Kultur"

Eine tollkühne Studie über Gebrochenheit und trotziger Würde macht Susanne Bredehöft aus der Rolle der alten Nico. Ganz in Schwarz stolziert sie in klobigen Stiefeln durch ihre vergangenen Träume, erfindet sich merkwürdige Biografien, setzt sich einen Schuss in die zerstochenen Adern und landet elend auf dem Klo. Immer ein bisschen schwankend zwischen Femme fatale und verstörter Romantikerin.


Verfasser: E. Einecke-Klövekorn - Dezember 2009



Tasmanien

erschienen in: "Schnüss"

…großartig Susanne Bredehöft als unheimliches Hundemonstrum


Verfasser: G. List - November 2008



Le Dernier Cri

erschienen in: "Choices Köln"

Susanne Bredehöft spielt sich in ihrer „soirée musicale infernale“ noch einmal durch das Leben der Bardot. Ein grandioser Abend über eine Ikone der Nachkriegszeit.


- Februar 2008



Le Dernier Cri

erschienen in: "Generalanzeiger"

Susanne Bredehöft verkörpert bis in die Fingerspitzen die Französin. Sie denunziert die merkwürdige aus der Form gerutschte Kultfigur nicht, sondern verleiht ihr ein bemerkenswertes Format…
 
Die ungrammatischen Stummeltexte der Hunde entfalten bei Bredehöft eine verstörende poetische Qualität mit der sie der Frau, die die animalisch naive Sexualität triumphieren, sich aber tapfer nicht zum Affen lassen machen wollte, ein zärtliches und sehr menschliches Denkmal setzt…


Verfasser: E. Einecke-Klövekorn - Februar 2008



Schädelstätte

erschienen in: "Kölner Stadt-Anzeiger"

…Komik und Tragik ihrer Figur auslotend spannt sie einen Entwicklungsbogen, dessen Spannung keinen Moment nachlässt… Der grandios kämpfenden Susanne Bredehöft gelingt ein Kammerspiel, das unterhaltsam beginnt und sich zu erschütternder Intensität aufschwingt.
 
Unbedingt sehenswert!


- Dezember 2000



Mutter Courage

erschienen in: "Rheinische Post"

Mutter Courage die Hauptperson, hat im Vergleich zum Sohn wenig zu sagen. Doch die Blicke sind auf sie gerichtet. Susanne Bredehöft, in rotem Samtkleid, spielt die Titelrolle mit altmädchenhaftem Charme und einer stillen Naivität, über die man zugleich schmunzelt und erschrickt. Sie wandelt am Abgrund wie eine Traumtänzerin. Und wenn ein Schuss durch die Halle knallt, drohen nur die Zuschauer von ihren harten Bänken abzustürzen.


Verfasser: C. Peiseler - Juni 1996



Sid und Nancy

erschienen in: "Der Tagesspiegel"

…doch Susanne Bredehöft gelingt es, etwa beim künstlich todesreifen Abschlachten des Schmuse-Entchens, aus dem lächerlichen Klischee die wirkliche Not eines Menschen herauszubrechen. Sie und ihr Rock-Opa schauen bisweilen so unglücklich drein wie Plilemon und Baucis, die nicht merken, dass sie alt sind.


Verfasser: U. Deuter - Januar 1997



Absinth

erschienen in: "General Anzeiger"

… ein bisschen schlüpfrig, ein bisschen lüstern, nie plump, aber stets umgeben von einer eindringlichen, betörenden Aura singt sich Susanne Bredehöft um Herz und Verstand. Gerade noch amüsiert über dem komödiantischen Appetithappen, bleibt einem im nächsten Moment das Lachen im Halse stecken


Verfasser: S. Drescher - März 2004



Call my number

erschienen in: "Kölner Stadt-Anzeiger"

Mit beschwörendem Blick und verführerischer Zarah-Leander-Stimme bewegt sich die Lady mit dem Pelzhut in Richtung Telefon. „Nachts ging das Telefon, ich wusste schon: Das kannst nur du sein!“ Wie ein Krokodil kriecht Susanne Bredehöft in ihrer engen Abendrobe unbeirrt die Stufen der der Hotelhalle herab, schlänget sich an der Wand einer gekippten Telefonzelle empor, gleitet in den gläsernen Kasten und greift gierig nach dem Hörer. Doch: „Alles bleibt stumm“… so gut wie Susanne Bredehöft, deren somnambule Lady mit Pelzhut auch in russischen Liedern hinreißend Melancholie verströmt.


Verfasser: Susanne Staerk - Dezember 2003



Tosca

erschienen in: "Kultur"

… Susanne Bredehöft macht daraus eine ganz eigene Figur: Eine Frau zwischen sexueller Hörigkeit und Frustration, erstarrt als willfährige Befehlsempfängerin, ungerührt folternd und gleichzeitig selbst gefoltert von verzweifeltem Begehren und der Machtlosigkeit im Getriebe. Das ist der mörderische Stoff, aus dem die fürchterlichsten KZ-Todesengel gemacht waren.


Verfasser: E. Einecke-Klövekorn - Januar 2009



Die schnellste Uhr im Universum

erschienen in: "Theater Heute"

Doch bevor Susanne Bredehöft pelzmantelbehängt und mit wunden Beinen, wieder von der Bühne trottelt, erzählt sie mit unterdrückter Wehmut die Horrorgeschichte eines Jungen ohne Gesicht dem ein Chirurg… “lohnt es sich ein eigenes Gesicht zu haben?” fragt sich S Bredehöft im unschuldigen Fernsehsesselton. Pornos ansehen, saufen, verwelken, sterben. Dieser Auftritt wirkt wie ein Speerwurf in alle humorigen Belanglosigkeiten hinein. In solchen Momenten zeigt die Oberhausener Aufführung im großen Schauspielhaus ihr eigenes Gesicht.


- August 1993



Othello

erschienen in: "Ruhrnachrichten"

[...]Und Susanne Bredehöft ist als Kurtisane Bianca einfach ein Erlebnis


Verfasser: Rolf Finkelmeier - Februar 1993



Rollstuhl-Willi

erschienen in: "WAZ"

Beim 11. NRW, das am 13 Juni zu Ende ging wurde auch die Produktion „Rollstuhl – Willi“ bei der Preisverleihung bedacht. Einstimmig sprach die Jury Susanne Bredehöft für ihre Darstellung der „Mutti“ ihre besondere Anerkennung aus.


- Juni 1992



Rollstuhl-Willi

erschienen in: "WAZ"

Überragend Susanne Bredehöft, die als ausgezehrte, grässlich ausgebeutete „Mutti“ ein erschütternd zerfallenes Menschenbildnis formt. Sie macht die Zuschauer zu Voyeuren eines brutalen Requiems auf die Abgründe der menschlichen Psyche. Dabei überspielt die die zunehmend aufdringliche Nabelschau roher körperlicher Exzesse bisweilen ins Groteske hinein.


Verfasser: M. Schmitz - Oktober 1991



Die Nacht kurz vor den Wäldern

erschienen in: "WDR 3 Mosaik"

…der assoziative Monolog zieht zunehmend in den Bann. Sehr poetische Passagen wechseln mit rüden Jargon voll Kraft der Sprache. Zu verdanken ist der überzeugende Eindruck aber auch dem Darsteller Bernd Rieser und seiner Regisseurin Susanne Bredehöft, die beide die Textmassen sehr musikalisch gliedern und zu gestalten verstehen. Mehr und mehr wächst de Spannung und mit ihr das Interesse an diesem Schicksal das sich nicht ganz offenbart. Rieser ist vorzüglich geführt. Auf der nahezu leeren Bühne ist er immer irgendwie beschäftigt kramt in seinen Taschen und hantiert wie beiläufig mit rumliegenden Gegenständen. Die Aufführung lohnt den Besuch.


Verfasser: Dr. W. Schulze–Reimpell - Oktober 1990



Mensch ich lieb dich doch

erschienen in: "NGZ"

Susanne Bredehöft (Speedy) brachte so deutlich ein chaotisches Innenleben auf die Bühne, dass einem abwechselnd heiß und kalt wurde.


- März 1988



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